Donnerstag, 4. April 2013

Obama unterzeichnet Monsanto Protection Act

Im Internet herrscht momentan große Aufregung darüber, daß Obama den so genannten »Monsanto Protection Act« – zu Deutsch: Verfügung zum Schutz Monsantos – unterzeichnet hat. Dabei handelt es sich um eine Anlage zur Haushaltsbewilligung, die Monsanto in die Lage versetzt, sich über Entscheidungen von amerikanischen Bundesgesetzen hinwegzusetzen.

Wenn ein Gericht zu dem Schluß kommt, daß eine gentechnisch veränderte Nutzpflanze Mensch oder Umwelt gefährdet, so kann es Monsanto (oder irgend ein anderes Unternehmen) nicht mehr dazu verurteilen, den Anbau dieser Pflanze zu stoppen. Stattdessen verlangt das Gesetz, daß der Landwirtschaftsminister Genehmigungen und Verordnungen erläßt, die »den weiteren Anbau, das Inverkehrbringen und weitere im Einzelnen bezeichnete Aktivitäten« ermöglichen. Das gilt auch dann, wenn eine Pflanze in dem Verdacht steht, eine Krankheit oder eine gefährliche genetische Verschmutzung auszulösen.
Die Sprache in der Vorlage ist natürlich ein fast unverständliches Juristenchinesisch – in Amerika Lawyerspeak genannt –, aber trotzdem ist es unschwer zu erkennen, wie sie von einer Regierung ausgelegt werden wird, die sich gewohnheitsmäßig mit Monsanto und der Biotech-Industrie zusammentut, um GVO klammheimlich in die Nahrungskette einzuschleusen. Wenn Sie die Anlage selbst lesen wollen, so rufen Sie diese Website auf und suchen Sie nach »735«. (Dank an Anthony Gucciardi, der diesen Link gefunden hat.)

Aktivisten ziehen Politiker zur Rechenschaft
Die Gegenreaktion auf die Anlage brachte eine ganze Reihe von Aktivistengruppen ins gleiche Boot, neben vielen anderen die Organisation Food Democracy Now, das Center for Food Safety, das Institute for Responsible Technology, die Organic Consumers Association. Das Ergebnis waren Tausende von Unterschriften unter eine Petition und Proteste vor dem Weißen Haus. Millionen von Menschen erfuhren die Wahrheit darüber, wie Obama seine eigene Unterstützerbasis erneut verraten hat.
Und darin liegt auch die politische Bedeutung: Obamas eigene Handlungen beweisen jetzt, dass er auch Progressive und Demokraten in den Fragen verraten wird, die ihnen ein Anliegen sind. Die Frage der GVO ist ein superheißes Thema bei der politischen Linken. Jeder, der Absprachen mit Monsanto trifft, wird sofort – und zu Recht – gebrandmarkt als jemand, der »das Volk« verrät. Deshalb stehen Unternehmen wie Kashi, ein Müslihersteller, der GVO verwendet, dies aber auf den Etiketten nicht angibt, unter enormem Druck von Initiativen für eine GVO-Kennzeichnungspflicht. Informierte Verbraucher strafen jede Firma, jeden Politiker oder jedes Medienunternehmen, daß sich mit den Interessen Monsantos verbündet, regelrecht ab.
Auf dieser Liste steht nun auch eindeutig Obama selbst. Mit der Unterzeichnung der besagten Anlage hat er Amerika betrogen und Monsanto und der Biotech-Industrie beispiellose Macht über amerikanische Gerichte verschafft. Praktisch hat er der Regierung die Vollmacht entzogen, Anbau und Inverkehrbringen gefährlicher gentechnisch veränderter Feldfrüchte zu stoppen. Und dabei ist er erwischt worden.
Es gibt keine Entschuldigung für die Unterzeichnung des Monsanto Protection Act
In den Augen von Feinschmeckern, Rohkost-Veganern, Verbrauchern organischer Lebensmittel und sogar der Hippies hat Obama gerade politischen Selbstmord begangen. Das Vertrauen, das ihm Millionen von Menschen zuvor entgegenbrachten, wurde mit einem Federstrich zerstört. Es ist schwer, Vertrauen zu gewinnen, und noch schwerer, es zu bewahren. Es kann durch den Verrat am Volk augenblicklich verloren werden.
Um sich das zu vergegenwärtigen, stellen Sie sich bloß einmal vor, was passieren würde, wenn NaturalNews seine Unterstützung für Monsanto und die Biotech-Industrie bekannt gäbe. Alle Glaubwürdigkeit, die wir uns in den vergangenen zehn Jahren erstritten haben, wäre über Nacht dahin. Wir würden zum Gespött des Internets und verlören das Vertrauen und die Unterstützung, die wir jahrelang genossen. Und genau so etwas hat Obama jetzt für seine Präsidentschaft getan. Seine Unterschrift beweist seine wahre Loyalität zu Biotech-Industrie und GVO.

Er wußte nicht, was er da unterzeichnete? Wirklich nicht?
Beschwichtiger behaupten natürlich, Obama habe »nicht gewußt, was er da unterzeichnete«. Wenn das stimmt, dann wäre es sogar noch schlimmer, als den Monsanto Protection Act bewußt zu unterzeichnen. Etwas zu unterzeichnen und damit zum Gesetz zu machen, das man gar nicht gelesen hat, ist die schlimmste Form des Mißbrauchs präsidialer Macht. Es ist ein klarer Fall von Pflichtverletzung und ein möglicher Grund für ein Amtsenthebungsverfahren. Wenn unser Land durch Gesetze regiert werden kann, die Präsidenten ZUFÄLLIG unterzeichnen, in welchem Land leben wir denn dann?
Eine weitere Entschuldigung, auf die Jon Rappoport auf Infowars.com hinweist, ist die, Obama habe das Gesetz zwar unterzeichnet, beabsichtige aber nicht, es anzuwenden. Das ist ungefähr auf derselben Linie wie Obamas Versprechen, er »beabsichtige nicht«, Amerikaner mithilfe von Drohnen auf amerikanischem Boden zu töten, obwohl er sich das Recht dazu vorbehält. Ebenso »beabsichtigte er nicht«, daß die Beiträge für die Obamacare-Krankenversicherung in die Höhe schnellten, was sie aber doch taten. Was ein Mensch »beabsichtigt« und was dann wirklich passiert, ist nicht immer dasselbe.
Die Entschuldigung, Obama »beabsichtige nicht«, das Gesetz anzuwenden, widerspricht der unangenehmen Tatsache, daß Senator Roy Blunt den Text des Anhangs mit Monsanto abgesprochen hat! Diese Vorlage wurde in derselben Weise »linguistisch bearbeitet« wie Maispflanzen gentechnisch bearbeitet werden. In beiden Fällen wartet drinnen ein verstecktes Gift… im Verein mit einer fehlenden Kennzeichnung, die die Wahrheit für jeden offenlegt.

Beurteilen Sie Obama nach seinen Taten, nicht nach seinen Reden
Das bringt mich zurück zu dem Erfolg der Internet-Aktionen, mit denen die Anlage bekannt gemacht wurde. Ich bin nicht sicher, wem die Ehre gebührt, sie als erster gefunden zu haben, aber die Story hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet und beherrscht noch immer das Denken amerikanischer Wähler, die sich wahnsinnig darüber aufregen, daß sie von Obama in der Frage der GVO betrogen wurden.
Aber was hatten sie denn erwartet? Hat Obama je etwas Bedeutsames getan, um der wachsenden Unternehmensmacht und der Erosion individueller Freiheiten in Amerika etwas entgegenzusetzen? Jedes Mal ist er der Präsident, der sich Exekutivvollmachten aneignet, individuelle Freiheit vernichtet, gegen die Bill of Rights verstößt, den Kongreß mißachtet, illegale Geheimgefängnisse ausbaut und offen die Aufstellung von »Tötungslisten« zugibt, auf denen Amerikaner verzeichnet sind, die Woche für Woche umgebracht werden sollten. Das Rechtsstaatsprinzip gilt nicht mehr, denn die Regierung Obama sagt: »Wir sind die Guten«. Vertraut uns, daß wir jeden töten, den wir töten wollen, ohne irgendeinen Beweis vorzulegen oder den Menschen, die wir ins Visier nehmen, ein Verbrechen vorzuwerfen. Können Sie sich den Aufschrei der Linken vorstellen, wenn Bush genau dasselbe versucht hätte?
Irgendwie ist Obama mit all dem davongekommen, weil er ein überzeugender Redner ist. Er hypnotisiert, sieht gut aus und klingt überzeugend. Er wühlt die Menschen emotional auf und, egal wie schlecht die Dinge in der realen Welt auch stehen, es gibt nichts, das sich nicht mit einer weiteren emotionsgeladenen Rede lösen ließe – meint Obama.
Aber Reden und Tun sind zwei verschiedene Dinge. Obama ist gut im »Reden«, aber im »Tun« ist er ein faschistisch-korporativistischer Diktator. Er redet viel von Freiheit und Wohlstand, aber er liefert Versklavung und Armut. Was er sagt und was er tut, sind zwei ganz verschiedene Dinge. Obama wird zum ersten »bipolaren Präsidenten«.
… Oder vielleicht genauer, zu unserem ersten Präsidenten mit einer multiplen Persönlichkeitsstörung, bei dem jeder Körperteil funktioniert, als gehöre er zu einer anderen Person. Obamas Mund und Stimmbänder gehören dem Volk, aber seine Hände, die Vorlagen unterzeichnen, gehören Monsanto. Seine Ohren gehören allein den großzügigen finanziellen Unterstützern, sein Herz gehört dem Satan. Obama ist ein Präsident, der Widerspruch, Heuchelei und Verrat verkörpert. Für viele Wähler war seine Unterschrift unter den Monsanto Protection Act eine Unterschrift zu viel.

Mike Adams
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Montag, 1. April 2013

Alle Jahre wieder - die sinnlose Zeitumstellung

Das Argument, am Abend wäre es länger hell, kommt nur daher, dass ihr alle Aktivitäten eine Stunde früher ausübt. Das zieht bei mir nicht. Stellt die Uhr einfach um 10 Stunden um, dann habt ihr die ganze Nacht Licht! Als zweite Antwort hab ich noch auf Lager: Dann ist es morgens länger dunkel. Erklärt das den Bäckern, Bauern, Schulkindern, Schichtarbeitern, die plötzlich wieder auf den Stand von Februar versetzt werden!

Warum lassen wir die Schule nicht einfach um 7 Uhr beginnen und alles plötzlich um eine Stunde verschieben? Das steckt eigentlich hinter der Umstellung. Aber nein, das wäre zu offensichtlich. Da könnte ja vielleicht die Masse aufschreien.

Wenn bei uns dann 12 auf der Uhr steht (effektiv 11), ist in der Türkei Mittag, bei uns noch Vormittag.

Die Sommerzeit ist schon aus astronomischer Sicht sinnlos. Es ist dann der wahre Mittag (Sonnenhöchststand) um ca. 13 Uhr und Mitternacht um ca. 1 Uhr. Und circa schreibe ich deshalb, weil auch so schon einige Abweichungen vorhanden sind. Die Normalzeit (UTC+1) stimmt mit dem Sonnenstand auf 15° Ost, also auf dem 15. Längengrad Ost, überein. Das ist etwa die Oder-Neiße-Linie. Ein Längengrad Unterschied bedeutet vier Minuten Unterschied (weil 24*60 min / 360° = 4 min/°), d.h., in Aachen (6° Ost, also 9° Unterschied) ist während der Normalzeit Mittag erst um 12:36 Uhr.
Auch Frankreich und Spanien verwenden unsere Zeit, was absoluter Schwachsinn ist, denn die Abweichung ist so riesig, dass im Nordwesten (9° West) von Spanien der Mittag erst um 13:36 Uhr eintritt. England macht es hingegen richtig, was zumindest die Normalzeit angeht, aber auch die verwenden eine Sommerzeit.

Nun erfolgt also die Umstellung auf die MESZ, auf UTC+2. In Aachen ist dann um 13:36 Uhr Mittag und dort in Spanien um 14:36 Uhr. Toll, dass diese Länder die Zeit verwenden, die eigentlich für die Ukraine und Türkei gedacht ist!

Einzige Lösung: Sommerzeit abschaffen!

http://sommerzeit-abschaffen.de/

Autor: Philip 

Mittwoch, 27. März 2013

Verfall der Demokratie - Christine Prayon

Wenn die Steckdose nichts mehr hergibt

Tausende von Haushalten müssen wegen Schulden und einer Stromsperre ohne Elektrizität auskommen 

Steigende Strompreise drohen künftig noch mehr Haushalte zu überfordern als bereits heute. Allein die N-Ergie hat in ihrem Versorgungsgebiet im ver­gangenen Jahr gut 5000 Kunden den Strom abgedreht, nachdem diese mit Zahlungen in Verzug geraten waren. Allerdings gibt es auch Anzeichen dafür, dass verschiedene Beratungs­und Hilfsprogramme greifen. 

Stromsperren, das ist ein heikles und buchstäblich heißes Thema: Vor rund einem Monat kam eine 55-jäh­rige Nürnbergerin bei einem Woh­nungsbrand in Großgründlach ums Leben. Auslöser dürfte ein Camping­kocher gewesen sein — vielleicht durch ein Missgeschick beim Hantie­ren mit dem Brenner oder der Gaskar­tusche. Die Tragik des Falls wurde erst im Nachhinein bekannt: Der Mie­terin war vor acht Jahren der Strom gesperrt worden; sie hatte sich seither mit Notlösungen beholfen — und ist damit, nach Erfahrungen der Sozial­dienste, durchaus kein Einzelfall. 

Die Stromversorger verweisen regel­mäßig darauf, dass ihnen Informatio­nen über die persönlichen Lebensum­stände ihrer Kunden fehlen. Vor allem darüber, ob in dem betroffenen Haus­halt beispielsweise Kinder zu versor­gen sind — dann sind Sperren regelmä­ßig besonders problematisch. Grund­sätzlich werden Betroffene an den All­gemeinen Sozialdienst beim Jugend­amt oder den Sozialpädagogischen Fachdienst beim Sozialamt verwie­sen, wo auch die Fäden für das seit fünf Jahren laufende Energiesparpro­jekt (ESP) zusammenlaufen.
Und das hat inzwischen durchaus messbare Erfolge gebracht. Zum einen sieht es eine systematische Bera­tung bedürftiger Haushalte vor. Viele haben schon durch schlecht isolierte Wohnungen und veraltete Geräte höhere Belastungen zu tragen, können diese aber — wie alle Verbraucher — auch durch bewusstes Verhalten spür­bar reduzieren. Ebenso wichtig ist die zweite Säule des Programms: Um möglichst frühzei­tig zu verhindern, dass es zu einer Sperre kommt, wurde 2010 ein enger Austausch zwischen dem Versorger und dem Allgemeinen Sozialdienst vereinbart. So profitieren auch Emp­fänger von Sozialhilfe vom jeweils günstigsten Tarif, wenn sie ihre Raten per Abtretungserklärung direkt vom Jobcenter an die N-Ergie überweisen lassen. Das soll nicht zuletzt ein (un­oder zu spät bemerktes) Anhäufen von Außenständen vermeiden. Sind schon Schulden aufgelaufen, lässt sich das Unternehmen unter bestimm­ten Bedingungen auch auf unge­wöhnlich niedrige Raten und einen Verzicht auf sonst übliche Gebühren ein, damit die Haushalte unter der Belastung nicht zusammenbrechen.

Späte Reaktion 
„Im vergangenen Jahr gab es 2600 derartige Vereinbarungen, 600 mehr als im Vorjahr“, berichtet N-Ergie-Sprecherin Melanie Söllch. Allerdings werden die Möglichkeiten oft erst im allerletzten Moment in Anspruch ge­nommen, bedauert sie. Deshalb seien bisher „nur leichte Effekte auf die Zahl der Sperrungen“ zu beobachten. Anders übrigens in Fürth: Auf ein ähnliches Projekt unter dem Titel Stromspar-Check führen es die Fach­leute in der Nachbarstadt zurück, dass der Strom im vergangenen Jahr „nur“ noch 864 Kunden abgedreht worden sei, berichtete der örtliche Ver­sorger infra. Noch im Jahr 2006 hatte dieses Schicksal 1545 Bürger und ihre Familien getroffen. Freilich muss jede Sperre nicht nur durch Mahnungen längerfristig ange­droht, sondern auch jeweils ein paar Tage vorher noch einmal konkret angekündigt werden. Die Betroffenen sollen die Chance erhalten, das Äußerste doch noch abzuwenden und Kontakt aufzunehmen, sei es zu Energieberatern oder Sozialdiensten. Immer wieder kommt es auch zu einem kurzfristigen Hin und Her von Sperrung und Wiederöffnung. Als Pro­blem gilt in den Augen der Praktiker, dass Empfänger von Sozialleistungen die Ausgaben für Strom (außer beim Heizbedarf) grundsätzlich aus dem Regelsatz von Hartz IV oder der Grundsicherung aufbringen müssen — aber kaum einer mit der dafür ange­setzten Pauschale von sechs Prozent auskommen kann. Zur traurigen Wahrheit gehört aller­dings auch die Beobachtung, dass manche Betroffene alle Warnsignale ignorieren. Sie verstehen Mahnschrei­ben aus sprachlichen oder anderen Gründen nicht oder wissen nicht, an wen sie sich wenden können, so Gun­dula Blaszyk, die Koordinatorin des Nürnberger ESP-Programms. Zudem sind die Verhältnisse in nicht wenigen Fällen so verfahren, dass die Betroffe­nen dem Schlamassel nur noch mit Hilfe von Spendenmitteln karitativer Organisationen entkommen.



Feuerwehreinsatz in Großgründlach: 
In den Flammen starb eine Mieterin, die seit Jahren ohne
Strom lebte.




Quelle: 
WOLFGANG HEILIG-ACHNECK 
Nürnberger Nachrichten

Sonntag, 17. März 2013

Die Bierlüge und das Märchen vom "Reinheitsgebot"


Bier wirkt stark aphrodisierend, ist ein erstklassiges Heilmittel und verleiht seinem Genießer die Fähigkeit zur „Schau nach innen“, zur Reise in eine Dimension, in der sich die
Übersinnlichen, die Wesen der „Anderswelt“ ihm öffnen und mitteilen können...
Klingt toll, oder? Doch leider: Das war einmal! Und zwar vor dem Reinheitsgebot! Heute bringt Bier nichts weiter als - in gewissen Mengen vertilgt - ein dumpfes Gefühl im Schädel und bleierne Müdigkeit. Absicht? War das etwa der Sinn des Reinheitsgebots?

Die Ursprünge
Schon vor 3000 Jahren brauten die Ägypter in großem Stil ihr sog. „Hek“ - ein u.a. mit Alraunwurzel*, Safran und Anis gewürztes Bier. Die echte Alraune war eine seltene und teure Heilpflanze, der man seit Urzeiten magische Kräfte zugesprochen hat. Die alten Germanen brauten ihr Bier aus Gerste oder Hirse, mischten Myrte, Eschenlaub und Eichenrinde [allesamt heilende und magische Pflanzen) dazu und verfeinerten es mit dem Honig von wilden Bienen. Die Rauschwirkung konnte insofern gesteigert werden, als dass es zu besonderen Anlässen mit dem die Sinneslust weckenden Bilsenkraut oder dem ähnlich wirkenden Sumpfporst versetzt wurde, was die Feiernden (vorübergehend) in völlige Entrückung katapultieren konnte.
Dies war oft bei Frühlings- oder Erntedankfesten der Fall, bei denen u. a. der Fruchtbarkeits- und Gewittergott Donar gefeiert und geehrt werden sollte.
Wie sämtliche Gewittergötter anderer Völker es so an sich haben, ist auch Donar ein mächtiger „Zecher“ - und ist aus diesem Grunde der Schirmherr des Bieres, der Bierkräuter und aller berauschenden Getränke. Keiner kann so viel Met oder Bier trinken wie er.

Die Brennessel, die mancherorts noch Donner-Nessel genannt wird, ist Donar geweiht - und seine Eigenschaft als Anreger der Fruchtbarkeit und Zeugungskraft übertrug sich somit auf das erfrischende Getränk, das aus ihr gebraut wurde und noch heute in England unter dem Namen „Nettle Beer“ (Nesselbier) zu haben ist. Da Donar offenbar stets auf einem Wagen, der von zwei Ziegenböcken gezogen wurde, im Gewittersturm herniederbrauste, um die Erdscholle zu befruchten, spricht man übrigens noch heute vom sog. „Bock bier“, das im Frühling gebraut wird, wenn der Fruchtbarkeitsspender es am Wildesten trieb (der Ziegenbock galt u.a. bei den indogermanischen Völkern als Symbol der Fruchtbarkeit und der überschäumenden männlichen Lebenskraft.
Schon die alten Kelten haben mit Leidenschaft Nesselbier aus Brennesseln gebraut. Während man auf den britischen lnseln das dort sehr beliebte Getränk sogar im Laden kaufen kann, finden sich zahllose Selbstbrauanleitungen im lnternet, mittels derer sich das „Unkraut“ in ein wohlschmeckendes Erfrischungsgetränk verwandeln lässt, z.B. im Kärtner Permakultur-Wiki:
Angeblich hilft das würzige Gebräu bei rheumatischen Schmerzen, Gicht, Asthma und zahlreichen anderen Beschwerden.

Bier als Naturheilmittel
Überhaupt war das Bierbrauen früher die Aufgabe der Hausfrauen. Allerlei gesundheitsfördernde Heilkräuter wurden dem Bier als Würzmittel oder auch zur Haltbarmachung beigegeben: Schafgarbe, Wermut, Mädesüß [auch „Wiesenkönigin genannt, gilt als „Aspirin“ der Natur), Fieberklee [Heilpflanze bei Magen- und Darm-beschwerden, Rheuma, Gicht, Arthritis] und der Gundermann (engl. „Gill“) - um nur einige zu nennen. Gerade das wurde zugefügt, was der Gesundheitszustand der Familie im Augenblick erforderte. Aus dem Gundermann [Gill] brauten die Engländer ein Bier,
welches derart beliebt war, dass sie ihre Bierschenken „Gillhouses“ nannten. Der Genuss jenes Bieres brachte ihnen den Titel „die langlebigsten Menschen der Erde“ ein. Das Getränk war nämlich in der Lage, bei sämtlichen Beschwerden sog. „Blitzheilungen“ zu bewerkstelligen z.B. bei allen Kopfschmerzen, Entzündungen, Gelbsucht, Husten, Schwindsucht, Milz- und Steinerkrankungen sowie Verstopfungen jeglicher Art.

Mönche, Sinneslust und Unterdrückung
Die Mönche jedoch - selbst begeisterte Zechbrüder - hatten aufgrund all der im Bier befindlichen „heidnischen Kräuter", welche stets heimtückisch die Glut der Sinneslust in ihren Eingeweiden schürten, alsbald entdeckt, dass Hopfen, welcher seinerzeit bislang lediglich als Gemüse verzehrt wurde, den sexuellen Trieb beruhígte, wenn man ihn dem Bier zufügte. Diejenigen, denen die Wirkung der Kräuter auf das Volk schon längst ein Dorn im Auge war, ergriffen die Gelegenheit im Nu und tüftelten an einem „Reinheitsgebot“, das schließlich 1516 erlassen wurde.

Beherrschende Regierungsmethoden hätten sich nicht auf Menschen anwenden lassen,
die nicht zu ängstigen waren, weil sie in völliger Übereinkunft mit der Natur lebten, weil
sie über Einblicke in andere Dimensionen verfügten und weil ihnen die magischen Pflanzen
eine spirituelle Weitsicht ermöglichten, die sie unantastbar machen konnte. Interessanterweise war noch bis weit ins 14. Iahrhundert hinein in England der Zusatz von Hopfen im Bier strikt verboten.
Denn er sei „ein böses Kraut, das den Geschmack des Bieres verdirbt, die Menschen krank
macht und ihr Leben verkürzt“.

Reinheitsgebot:
Das Ende der Heilkräuter

Mit dem Reinheitsgebot war in Mitteleuropa all den althergebrachten Bierkräutern ein für
allemal der Garaus gemacht! Zur Bierherstellung durften nur mehr vier Zutaten verwendet werden: Gerstenmalz, Hopfen, Wasser und Hefe. Ab dem 17. Jahrhundert wurde daraufhin der Hopfen in größeren Mengen und später in Monokulturen angebaut. Allerdings gilt das Reinheitsgesetz lediglich für sog. untergärige* Biersorten. Obergäriges* „Kölsch“ z.B. darf noch andere „Frerndstoffe“ enthalten, etwa andere Getreidesorten wie Dinkel oder Weizen, aber auch Zucker, sog. Zuckercouleur* oder Stärke.
Nach dem Urteilsspruch des Europäischen Gerichtshofes von 1987 darf in Deutschland nun auch Bier angeboten werden, das nicht dem Reinheitsgebot entspricht, allerdings handelt es sich hierbei aus schließlich um ausländische Biere, die dann u.a. auch solch wenig sympathische Ingredienzen enthalten wie Trübungsmittel, künstliche Würzmittel, Schaumstabilisatoren und Konservierungsmittel;
Heilkräuter jedenfalls nicht, denn die kennt ja zwischenzeitlich keiner mehr.

Bio-Bier
Sollte der Bierliebhaber aus geschmacklichen, gesundheitlichen oder anderen Gründen untergärige deutsche Biersorten (die ja als einzige „gesetzestreu“ und „absolut rein“ sind) nicht bevorzugen, so Würde ihn der Wunsch nach einem wohlschmeckenden, gesunden Bier ohne dubiose Zutaten unweigerlich zum Bier aus biologischer Erzeugung führen, zum sog. „Bio-Bier“ also.

Wer sich die Frage stellt, was denn ein Bio-Bier einem „Reinheitsgebotbier“ voraus haben könnte, erkennt rasch, dass sich das Reinheitsgebot lediglich auf die bloße Anzahl der Hauptzutaten beschränkt. Was ansonsten noch für die konventionelle Bierherstellung in Kaufgenommen wird, ist tatsäch lich alles andere als „rein“: Hopfen wird in riesigen Monokulturen* mit ebenso riesigem Pestizideinsatz angebaut. Schlussendlich wird daraus Hopfenextrakt hergestellt. Biobrauereien hingegen verwenden ungeschwefelten, biologisch angebauten Naturhopfen (dessen Handhabung weit mehr Know-how erfordert). Das Gärungsverfahren wird bei konventionellem Bier mit Druck und Wärme beschleunigt [„Zeit ist ja schließlich Geld“] und anschließend werden übrige Eiweisbestandteile mit chemischen Mitteln augefällt.  Biobier hingegen bekommt die Zeit, die es zur natürlichen Gärung benötigt, wobei eine gute Nachgärung dafür sorgt, dass sich das Bier von selbst energieverschleißende, zeitsparende oder chemische Technologien sind daher beim Bio-Bier nicht nötig.
Zu guter Letzt verzichten Biobrauer auf die üblichen Asbestfilter und füllen ihre Biere nicht in Weißblechdosen ab. Wenn man jetzt noch das Glück hat, beim Bierkauf über eines jener selten anzutreffenden Biere zu stolpern, die nicht einmal pasteurisiert* wurden, dürfte echtem Genuss nichts mehr im Wege stehen.

Selbst ist der Mann Wer sich mit all diesen Qualitätskriterien allerdings nicht zufrieden gibt und im Non plusultra an Biergeschmack versinken will, wer sich unseren germanischen Vorfahren so nahe fühlen Will, dass er glaubt, mit Donar persönlich zu zechen, der kann sich ja einmal folgendes Rezept zu Gemüte führen und mit den erforderlichen Zutaten alsbald in seinem Braukeller verschwinden:

Brennesselbier Zutaten:
1 Eimer junge Brennesselblätter
3 bis 4 Handvoll Löwenzahn
3 Handvoll Kletterlabkraut
1 Stück Ingwer
2 Tass en brauner Zucker
30 g Brauereihefe
1 Teelöffel Weinstein

Zubereitung: Die Kräuter langsam, 45 Minuten lang, in 8 Litern Wasser kochen. Abkühlen lassen bis auf Zimmertemperatur.
Den Zucker und die Hefe hineinrühren. Sieben Stunden [z.B. über Nacht) an einem warmen Ort stehen lassen. Dann den Schaum abschöpfen. Weinstein einrühren, in Flaschen abfüllen und fest verschließen.
Auf Donar und die Unabhängigkeit - nicht nur von den Brauereien! Prosit!

PS: Wer weitere Rezepte kennt und sie viellecht schon ausprobiert hat kann sie uns sehr gerne zuschicken.

Quelle:  Kristina Peter und Michael Kent (Depesche Nr. 05)
(dieser Artikel ist eine Abschrift)

Syrien-Umfrage: Blamage für die ARD

Seit Beginn des syrischen Aufstands läuft eine Propaganda-Welle durch die deutschen Medien, die ihresgleichen sucht. Besonders hervor tun sich dabei die öffentlich-rechtlichen Sender ZDF und ARD.
So scheute die ARD nicht einmal davor zurück, ein Video zu verfälschen.

Es geht um eine Aufnahme die Anfang 2011 von aksalser.com veröffentlicht wurde. Darauf ist ein Mann zu sehen, der von Kriminellen entführt wurde. Sie erniedrigten und misshandelten ihn und filmten das Ganze auch noch. Das alles hatte aber nichts mit Politik zu tun.
In der ARD-Sendung "Weltspiegel" wurde das Video als Beweis für die Grausamkeiten der Syrischen Armee verwendet. Als die ARD das Video vorführte, war sogar noch das Logo von "aksalser" zu sehen. Das schien die ARD aber nicht zu stören. KI deckte auf: (Video)

In der Tagesschau ließ die ARD sogar Khaled Abu Salah zu Wort kommen. Ein bezahlter Propagandist, der sich vor allem durch Videofälschungen bei den Regimes in Saudi-Arabien und Katar Liebkind machte. Dies wurde selbst dem WDR zu dumm und er befasste sich mit dieser Propaganda in seiner Sendung ZAPP. (Video-Ausschnitt)

Ein weiterer Dreh- und Angelpunkt der ARD-Desinformation ist die Zensur von Kommentaren. So werden bezüglich Syrien bereits genehmigte Kommentare gelöscht. Der Blog "Urs1798" bewies dies mit zahlreichen Screenshots. (Beitrag)

Einen besonderen Glanzpunkt der fragwürdigen Berichterstattung stellte die Sendung "Anne Will" im vergangenen Herbst da. Schon allein der Titel "Assad lässt Kinder töten - wie lange wollen wir noch zuschauen" ließ jegliche Hoffnung auf eine seriöse Informations-Sendung im Keim ersticken.

Geladen wurde unter anderem der Kriegshetzer Wolffsohn, dessen einseitige Hasstiraden selbst dem Bilderberger Theo Sommer zu bunt wurden:
Sommer: "Es werden ja schon Waffen geliefert von Katar und Saudi-Arabien und die Amerikaner stecken dahinter!"
Wolffsohn: "Das ist aber nicht genug!"
Mit dieser Sendung befasste sich Hartmut Beyerl von "Hinter der Fichte" ausgiebig. (Beitrag + Video)

So gesattelt, getraute sich die ARD gestern eine Umfrage zu starten. Es ging um den Vorstoß der EU, die syrischen Rebellen nun ganz offiziell mit Waffen zu beliefern. Bereits vergangene Woche deckte die britische Tageszeitung "The Telegraph" auf, dass dies insgeheim schon seit geraumer Zeit der Fall ist. 
Über Zagreb wurden 3000 Tonnen schweres Gerät zu den Rebellen transportiert. Die Waffen stammen aus dem ehemaligen Jugoslawien aber auch aus anderen Staaten wie Großbritannien. Koordiniert werden die Transporte von den USA sowie einigen Staaten der EU. Bezahlt werden die Waffen großteils von Saudi-Arabien.  ("The Telegraph"-Artikel)

Gestern Abend war der Stand der Umfrage wie folgt:

Screenshot von Politaia

Auch heute (16.03.) hat sich am Stand der Umfrage nichts geändert, sondern sich eher noch zu Gunsten der Waffenlieferungs-Gegner verschoben. (Link ARD-Umfrage)

Zwei Jahre Desinformation, Videofälschungen und einseitige Propaganda für die Katz´. Die Menschen wollen keine Waffenlieferungen an Terroristen, nur weil der syrische Präsident kein westlicher Verbündeter ist, sondern sich den Russen nahe fühlt.

Passend hierzu ein Artikel des "Schweiz-Magazins". Darin geht es um den Machtverlust der deutschen Medien, ersichtlich an den Kommentaren unter den Artikeln. Der Titel lautet treffend: "Deutsche Medien: Verlacht, verhöhnt, verspottet".

Quelle: Medienlügen

Mittwoch, 13. März 2013

KenFM im Gespräch mit Jürgen Elsässer über: "Operation NSU" - COMPACT-Spezial

Die Mordserie der NSU ist die größte seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland - und im Laufe ihrer Aufklärung kommen immer größere Pannen ans Tageslicht. Die Aktenvernichtung beim Verfassungsschutz ist dabei die bekannteste. Die Verfassungsschützer der einzelnen Länder sind tief in die Affäre verstrickt, über das gesamte Ausmaß lässt sich bisher nur spekulieren.

Allein beim Betrachten der gemeinhin bekannten Fakten wirkt die offizielle Version eines autaken Trios - Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe - ungaubwürdig. Wer sich näher mit dem Fall beschäftigt, zum Beispiel durch Lektüre des COMPACT-Spezials "Operation Nationalsozialistischer Untergrund", kann eine andere Dimension erkennen. Die Mithilfe durch V-Leute des Staates muss eher als gestaltendes Mitwirken bezeichnet werden, und hinter den "Pannen" lässt sich Kalkül erkennen. Der letzte bekanntgewordene Fall, in dem Terror von Geheimdiensten organisiert wurde, liegt nur wenige Jahrzehnte zurück - die NATO-Geheimarmeen. Nur, dass diese sich vor allem von der NSU unterscheiden, da Terror im Namen der Linken, der Kommunisten betrieben wurde. Von Daniele Ganser, Autor des Standard-Werks zu den NATO-Geheimarmeen, findet sich ebenfalls ein Beitrag im COMPACT-Spezial.

Ken Jebsen im Gespräch mit Jürgen Elsässer, Chefredakteur des Nachrichtenmagazins COMPACT, über das NSU-Spezial, mit einem groben Überblick über die im Heft festgehaltenen neuesten Erkenntnisse, Fakten, Ungereimtheiten und plausiblen Theorien. Das Heft kann ab sofort online unter http://www.compact-magazin.com bestellt werden und ist ab dem 22.3. am Kiosk erhältlich.

IWA Video Report 2013

Hier der Recentr IWA Videobericht:



... als Ergänzung zu unserem Artikel