Dienstag, 12. März 2013

HARODIM - Nichts als die Wahrheit?


Ein Film, der einige der mittlerweile vielen bekannten "Ungereimtheiten" und Fakten rund um den 11. September anspricht. Der ganze Film besteht im Prinzip aus einem Verhör... Action und Schauplatzwechsel sucht man vergebens. Jedoch kann man sich das Ganze durchaus anschauen. Es ist Freimaurerei, Falseflag, Nanothermit u.v.m. im Film enthalten. Den ganzen Film findet man auf den einschlägig bekannten Filmplattformen.

Montag, 11. März 2013

Bericht von der IWA & Outdoor Classics

Als dem internationalen Fachpublikum zugehörende Personen waren wir dieses Wochenende auf der 40. internationalen Waffenausstellung und Outdoor Classics Messe (IWA) in Nürnberg.
Obwohl hier naheliegenderweise der Schwerpunkt auf Waffen, bzw. Nachbauten davon (Airsoft) liegt, waren auch im Bereich Bogensport und Armbrüste sehr interessante Modelle zu sehen.
Besonders faszinierend fanden wir im Bereich freie Waffen ein Luftgewehr, das Armbrustpfeile verschießen kann. Der Aussteller konnte uns glaubhaft versichern, damit bereits (in Schweden) ein Wildschwein erlegt zu haben! Er arbeitet noch an der Freigabe für Deutschland... mal abwarten was dabei rauskommt.
Es waren zahllose interessante Aussteller aus dem Schuh- und Bekleidungsbereich vertreten, die naturgemäß eher im Tactical-, bzw. Jagdsegment angesiedelt sind statt im kunterbunt-überteuerten Far-East-Fake-Consumer-Bereich.
Hier fielen uns die vielfältigen – meist zivilen Tarnmuster auf, ein Gebiet, das offenbar jährlich neue Innovationen produziert. Neben den bekannten jadglichen Mustern wie z.B. Realtree, Mossy Oak und Optifade und den zivilbehördlichen A-Tacs und Pencott waren wir besonders vom nagelneuen Muster von Kryptek begeistert, das zumindest bei mir einen Will-Haben-Reflex ausgelöst hat.


Wie man hier sieht, war wirklich für die ganze Familie etwas dabei, vom Schneewittchen-Tarn-Brautkleid über Damengewehre in „ansprechenden“ Pinktönen bis hin zu Waffen für die Kleinsten, um den sicheren Umgang frühzeitig unter Aufsicht und Anleitung durch verantwortungsbewusste Eltern zu lernen und zu üben.




Abschließend kann man sagen, dass die Messe für Waffenenthusiasten und Jagdinteressierte eine tolle Atmosphäre bot, die überhaupt nicht den Eindruck vermittelte, es hier mit irgendwelchen Narren zu tun zu haben.
Allerdings mussten die wirklichen Narren, die anderen immer lautstark unterstellen, sie wären selber welche, ja auch draußen bleiben.
Ich will jetzt hier aber keine Abhandlung darüber halten, was Rechte sind, wozu Waffen dienen und wer bestimmen sollte, wer welche besitzen darf.
Den Leuten, die meinen, eigene Komplexe durch Verbote der Rechte anderer therapieren zu müssen, gebe ich Folgendes auf den Weg:

Tell:
Ich nicht. Ein rechter Schütze hilft sich selbst.
 (Knaben entfernen sich)

Hedwig:
Die Knaben fangen zeitig an zu schießen.

Tell:
Früh übt sich, was ein Meister werden will.

Hedwig:
Ach wollte Gott, sie lerntens nie

Tell:
Sie sollen alles lernen. Wer durchs Leben
Sich frisch will schlagen, muß zu Schutz und Trutz
Gerüstet seyn.
(Quelle: Schiller)

Übrigens war Tells Armbrust seine eigene Waffe und nicht dienstlich geliefert.

Es ist so einfach: Wenn Du keine Waffe willst, kauf Dir halt keine!
Du bist dann zwar in der Mehrheit, aber mehrheitlich hilflos, wie Schiller so einmalig beschrieb: Was ist die Mehrheit?


Mittwoch, 6. März 2013

Die Identitäre "Bewegung" und die gesteuerte Opposition


Vor kurzem haben wir in staatsnahen Medien erfahren dürfen dass es eine neue, gefährliche Bewegung gäbe: Die Identitäre.
Potzblitz, dachte ich, hab ich ja noch nie von gehört und nun muss ausgerechnet der Rotfunk mir Nachhilfe geben in Sachen angeblich staatskritischer Gruppen?
Das ist ja fast so wie bei Occupy, den Piraten oder der sogenannten 'Alternative für Deutschland', die wären ohne massive Unterstützung der Medien genausowenig zum Gesprächsthema (wenn auch nur für kurze Zeit) geworden. Eines hatten die aber alle gemeinsam: So schnell wie sie aus dem Nichts hochgeschrieben wurden, sind sie nach einigen Monaten bis wenigen Jahren wieder in der Bedeutungslosigkeit oder Lächerlichkeit versunken.  Medienillusionen eben, um die Leute abzulenken, zu beschäftigen und in die Irre zu führen.
Das klappt anscheinend mit der PDV ja nicht so ohne weiteres, was eventuell an einem ernstzunehmenden Programm und tatsächlich unterstützenswerten Ansichten liegt, denn sonst hätte es in den 3,5 Jahren ihres Bestehens immerhin kurzzeitig eine ausführlichere Berichterstattung gegeben. Opposition will not be televised.
Denn es ist leider so, dass die Medien niemals einer echten Opposition Aufmerksamkeit schenken würden, wenn diese das Potenzial hätte, den Status Quo zu ändern. Da macht es auch keinen Unterschied ob staatlich oder privat kontrolliert, hier sind andere Wirkprinzipien im Gange - Ähnlichkeiten zur italienischen Medienlandschaft sind natürlich rein zufällig!
Dafür ist nun die noch nicht einmal gegründete Partei "Alternative für Deutschland" in aller Munde und im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit. Gut, die konnten eben auch zahllose Doktortitelkunden in ihrer Unterstützerliste versammeln. Leider musste ich sehen, dass auch Frau von Storch und Herr Schachtschneider sich ausgerechnet dieser populistischen Staazi-, Doktoren- und Bankertruppe angedient haben.
Warum Staazi? Na, wenn sie für weniger Staat wären, hätten sie bei den Libertären ja offene Türen eingerannt und bräuchten nicht noch eine neue Partei gründen. Also wollen sie mindestens gleich viel oder ehr mehr Staat und sind damit nicht freiheitlich sondern ehr republikanisch bis repressiv orientiert - erinnert irgendwie an Putsch von oben. Dazu passt auch der Prof. Dr. Ing. E.h. Hans-Olaf Henkel in seiner Eigenschaft als „Senior Advisor“ der Bank of America ganz gut.
Tolle Idee, alles bereits existierende lieber links liegen zu lassen statt zu unterstützen und sechs Monate vor der Wahl mal eben zu verkünden man werde jetzt eine EUROkritische Partei gründen.
Schade, denken sich nach der Wahl dann die Wähler, dass das mit der AfD nix geworden ist, und es geht weiter wie immer. Denn leider gibt es bei ca 30 Parteien auf dem Wahlzettel keinen Mangel an selbigen, sondern einen Mangel an Ehrlichkeit und Vernunft. Oder wie es bei der PDV heisst: Mut, Freiheit, Wahrheit.
Jedoch wird Kanzler_In Stein-Merkel nach der Wahl dann doch so frei sein und dem Stimmvieh mutig einige unangenehme Wahrheiten und weiteres zumuten - gibt es doch ein 'klares Mandat' der Bürger für eine Koalition der Stabilität und der Stagnation.

Aber in der Überschrift steht was von gesteuerter Opposition, also mal ein paar Worte dazu.
Unter gesteuerter Opposition versteht man eigentlich eine ferngesteuerte, denn jede Organisation bedarf natürlich einer Art der Richtungskontrolle. Im Falle der oppositionellen Organisation wird die Steuerung verschleiert und über Umwege von den vorgeblich bekämpften Strukturen ausgeübt.
Die Identitäre gibt es in anderen Ländern bereits länger, zB. Frankreich oder Österreich wo sie, statt wie hier eine rein virtuelle Veranstaltung zu sein, mit einem Gesicht und in der Öffentlichkeit auftreten. Obwohl es sich bei der Identitären Bewegung Deutschland (IBD) zum großen Teil um ein Internetphänomen handelt, wird sie bereits vom Verfassungsschutz beobachtet. Was das konkret bedeutet, kann sich der Informierte Leser anhand der "Beobachtung" von NPD oder NSU ausmalen. Ich sach' mal Staatstragend.
Das ist ungefähr so absurd als wäre dieser Blog überwacht und jede IP gespeichert - INDECT halt - für Newbies undenkbar.
Die IBD fordert auch ganz tolle Sachen: "Wir wollen eine kulturell-geistige Revolution, die Werte wie Tradition, Heimat, Familie, Kultur, Volk, Staat, Ordnung, Schönheit u.v.m. wieder zu positiven, erstrebenswerten Begriffen statt zum Gegenstand für‘s Kabarett und die PC-Inquisitoren macht."
Obwohl die IBD darauf besteht, keine Nazitruppe zu sein, kann man nach obiger Aussage mit absoluter Sicherheit festhalten dass es sich dabei um Staazis handelt. Wer sonst käme auf die absurde Idee 'Staat' zu einem positiven, erstrebenswerten Begriff machen zu wollen? Ist doch das Ding Staat sowohl qualitativ als auch quantitativ die Hauptursache für menschliches Leid und Unfreiheit in großem Stil.
Typischerweise wird hier mal wieder die Taktik der negativen Besetzung von eigentlich positiven Begriffen durch Assoziation angewendet. Wer würde z.B. etwas gegen Kultur oder Schönheit haben - wäre das nicht schon von fiesen Extremisten/ Fundamentalisten/ Irgendwasisten mit diesen schrecklichen, ewiggestrigen Begriffen wie Volk, Heimat, Tradition oder gar Ordnung assoziiert?
Die IDB vertritt dabei auch eine Vorstellung von „europäischer Identität“ und Ethnopluralismus, will aber gleichzeitig gegen die „Islamisierung“ ankämpfen. Und wer ausser der EU (Etatistische Ursupatoren) soll denn diese europäische Identität wohl erzwingen, wenn friedliches und respektvolles Zusammenleben dazu alleine nicht ausreichend erscheint?

 
Warum wählt die Identitäre ausgerechnet schwarz/ gelb als Farbe für ihr Symbol und wieso ähnelt es stark dem Symbol der Libertären/ Voluntaristen?  Soll hier durch Assoziation eine inhaltliche Ähnlichkeit suggeriert werden?




OK, eine wirkliche Analyse sieht anders aus, aber ich wollte halt mal darauf aufmerksam machen was für absurde Begleiterscheinungen in Wahlkampfzeiten so vorkommen. Meiner Meinung nach haben wir mit AfD und IBD zwei Beispiele für Rattenfängerorganisationen. In diese können frustrierte Menschen ihre Vorstellungen hineininterpretieren um nachher einfach fallen gelassen zu werden und noch frustrierter zu werden. Diese Gruppen machen sicherlich einen tollen Job. Indem sie die Hoffnungen und Energien der Leute ins Leere laufen lassen und das politische Spektrum weiter zersplittern - und damit unabsichtlich oder planvoll den Etablierten einen wertvollen Dienst erweisen. Schliesslich sind zwanzig 1 Prozent Parteien allemal wünschenswerter als eine einzige neue 20 Prozent Partei.

Mittwoch, 27. Februar 2013

KenFm im Gespräch mit: Christoph Hörstel zum € Desaster


Der ARTE Film ist gut, aber „er geht nicht weit genug" , zu diesem Ergebnis kommt der Journalist, Buchautor und Regierungsberater Christoph Hörstel, und spricht aus was ARTE wohl nicht Senden durfte.


Staatsgeheimnis Bankenrettung - DOKU 2013 ARTE

Schweden schafft das Bargeld ab

Stockholm - Schwedische Banken stellen den Bargelddienst in den Filialen ein. Kreditkarten sollen das Zahlen sicherer machen. Kritiker werfen ein, dass vor allem die Banken profitieren. Kunden würden zudem für den Handel völlig berechenbar.

Das große schwedische Finanzinstitut Swedbank sorgt für Aufsehen. Die Bank verkündete, auch in ihrer altehrwürdigen Filiale am Östermalmstorg kein Bargeld mehr auszuzahlen oder entgegenzunehmen.
Der Stadtteil Östermalm ist nicht irgendein Stadtteil. Hier wohnen die reichsten, aber auch ältesten Bürger des Landes. 27 Prozent sind über 60 Jahre alt, sieben Prozent gar über 80 Jahre alt. Viele haben Bankautomaten und Plastikgeld noch nicht akzeptiert.
Den Kunden wird in einem Rundschreiben versprochen, dass die Abwicklung des historisch wohl grundlegendsten Bankdienstes überhaupt vor allem Vorteile bringe. „Das bedeutet, dass wir mehr Zeit aufwenden, um dich zu treffen. Und weniger, um mit Bargeld zu hantieren“, wird auch auf der Internetseite versprochen.
Selbst Busfahrer nehmen kein Bargeld
Die Bargeldabschaffung in der Filiale im feinen Östermalm ist symbolisch für eine Entwicklung in ganz Schweden, welche die führende konservative Tageszeitung „Svenska Dagbladet“ etwas ironisch als „die Revolution der Banken“ betitelt.
Bereits 1661 gab es eine solche. Damals führte Schweden als erstes Königreich Europas Papiergeld ein. Postkutschen konnten plötzlich 50-mal mehr Geld transportieren als noch mit den beschwerlichen Gold- und Silbermünzen. Heute ist der Geldtransport in Sekundenschnelle über Computer vollstreckt. Nur noch die Barzahler bremsen diese Entwicklung. Von denen gibt es aber kaum noch welche in Schweden. Von insgesamt 1200 Bankfilialen im Königreich wurden bis Mitte 2012 bereits 330 zu bargeldlosen umgewandelt, berichtet „Dagens Nyheter“.
Inzwischen werden auch an schwedischen Würstchenbuden und am Kiosk selbst Kleinstprodukte mit Kreditkarte bezahlt. Wer in Stockholm mit dem Bus fahren will, kann beim Einsteigen nur eine Karte über das Mobiltelefon kaufen.
Mit Karte wird mehr ausgegeben
Schützenhilfe erhalten die Banken von den Gewerkschaften. „Wo es kein Bargeld gibt, gibt es keine Raubüberfälle. Unsere Angestellten müssen sich sicherer fühlen können. Die Einzigen, die dein Bargeld brauchen, sind Verbrecher und deine Oma“, wiederholt Leif Karlsson von der schwedischen Bankengewerkschaft in den immer häufigeren Diskussionsrunden um die bargeldlose Gesellschaft. Der Handel ist positiv gestimmt. Umfragen haben ergeben, dass Konsumenten mit Kreditkarten mehr Geld ausgeben als mit Bargeld.
Aber gerade bei den Omas und Opas liege der Haken, kontern Rentner- und Verbraucherverbände mit unzähligen Beschwerdebriefen frustrierter Bankkunden im Nacken. Es gebe einfach auch noch Menschen, die Bargeld haben möchten. Für die sei einfach nicht nachvollziehbar, dass sie ihr in die Bank eingezahltes, mit Kontoführungsgebühren belastetes Geld nicht mehr ausgezahlt bekommen.
Auch die Anonymität werde nicht mehr gewahrt. Jeder Einkauf könne auf den Käufer zurückgeführt werden. Das sei zwar gut zur Bekämpfung von kriminellen Einnahmequellen, aber auch bedenklich für die Bürgerintegrität.
Auch „Svenska Dagbladet“ schlägt kritische Töne an. Der Übergang zur bargeldlosen Gesellschaft verlaufe in Schweden zu forciert über die Hintertür der Bankenvorstände statt über das Parlament, so ein Kommentator. Banken stellten vor allem die Sicherheit in den Vordergrund. Aber das sei nur die halbe Wahrheit. Banken profitierten, wenn das gesamte Geld der Kunden ständig auf der Bank statt unter einer Matratze oder im Portemonnaie stecke. Vor allem aber ließen die Banken laut „Svenska Dagbladet“ gern unter den Tisch fallen, dass sie rund 80 Öre (zehn Cent) für jeden mit Kreditkarte getätigten Kauf erhalten. Die bargeldlose Gesellschaft sei zwar praktisch, aber vor allem auch ein Mittel der Banken, um Betriebskosten zu senken und mehr Geld zu verdienen, so die Kritiker. Zudem würde der Handel die Kartengebühren an die Endkonsumenten und damit auch die gewöhnlichen Bankkunden abwälzen. Was praktisch wirkt, könne Verbraucher also teuer zu stehen kommen.
Bargeld hat es auch in Deutschland schwer
Auch in Deutschland sehen Finanzdienstleister und vor allem der Handel Vorteile im bargeldlosen Verkehr. Aber es gibt keine konkreten Schritte in Richtung Bargeld-Abschaffung, versichert der Bundesverband Deutscher Banken. Das trifft zwar auf die Banken zu. Doch wer versucht, seine Stromrechnung bar zu bezahlen, wird schnell merken, dass das nicht mehr möglich ist. Auch wer ein Auto zulassen will, darf das nicht, bevor er eine Einzugsermächtigung für die Steuer erteilt. Und Handwerkerrechnungen können nur dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn die Rechnung per Überweisung beglichen wird. Beim öffentlichen Nahverkehr in München gibt es Rabatt für Bargeldverzicht. In Italien ist es inzwischen verboten, bei Summen über 1000 Euro mit Bargeld zu bezahlen. In anderen Ländern – so in Frankreich – gibt es entsprechende Bestrebungen.


Sonntag, 24. Februar 2013

PDV Klimagipfel: Die Energiewende ist nicht alternativlos

PDV-Klimagipfel 1/4: "Wie muss die Wende der Energiewende aussehen?" PDV-Klimagipfel 2/4: "Stromversorgung mit regenerativen Energien" PDV-Klimagipfel 3/4: "Sind Windparks in unserer Region wirtschaftlich?" PDV-Klimagipfel 4/4: "Steinkohle - ein wirtschaftlicher und sauberer Energieträger"

Polen bekommen kalte Füße: Euro-Einführung abgesagt

Die Euro-Krise hat ein Umdenken in Polen bewirkt: Erstmals schließt der Premier Donald Tusk einen baldigen Beitritt zur Einheitswährung aus. Die Polen haben erkannt, dass sie auch mit dem Zloty von der EU profitieren.

Euro adé: Der polnische Premier Donald Tusk möchte lieber abwarten, bis die EU mit Polen auf Augenhöhe ist. (Foto: Consilium)Für eine Einführung des Euro müsste die Verfassung in Polen geändert werden. Dazu fehlt Donald Tusk im Parlament jedoch die Mehrheit. Viele Konservative seien gegen die Einführung des Euro. Durch die Schuldenkrise in Europa hat Polen die Frist für die Einführung bis 2012 verstreichen lassen.

Ein neuer Termin für die Einführung ist ebenfalls noch nicht in Sicht. Es scheint, als hätten die Polen kalte Füße bekommen: „Es gibt keinen Grund, große Anstrengungen zu unternehmen, um den Euro nun einzuführen“, sagte Donald Tusk im WSJ. Die Polen bräuchten noch Jahre, bis alle notwendigen Strukturreformen umgesetzt seien, heißt es weiter in dem Bericht.
Eine schnelle Einführung sei schädlich für den ruhigen und stetigen Aufbauprozess, der es Polen erlauben werde, der Euro-Zone zu einem späteren Zeitpunkt beizutreten. Vorher müssten Polen und die EU wirklich vorbereitet sein, damit diese „massive Vergrößerung“ gelingen könne, sagte Tusk.
Tusk spielt damit auf die Staatsschuldenkrise im Währungsraum an. Polen ist die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft in Europa. Würde der Euro jetzt eingeführt, würden die Preise in die Höhe getrieben und die Bevölkerung verarmen, ergänzte der konservative Politiker Andrzej Duda.
Der Wechselkurs spielt auch eine Rolle bei einem potenziellen Währungswechsel zum Euro. Der aktuelle Kurs von 4,20 Zloty zum Euro favorisiert den Exportsektor Polens, verteuert jedoch die Importe aus der Eurozone. Eilig haben es die Polen nicht. Die Milliarden aus dem Strukturfonds der EU fließen auch ohne eine gemeinsame Währung nach Warschau.

Quelle: DWN

EU will per Fernbedienung Elektro-Geräte in Haushalten abschalten

Die EU-Kommission will wegen des gestiegenen Energie-Verbrauchs die privaten Elektrogeräte über eine Fernbedienung ausschalten können. Einen entsprechenden Chip gibt es bereits. Die Stromkonzerne unterstützen die Initiative. 
Geht es nach der EU-Kommission und der Stromlobby werden EU-Bürger bald nicht mehr selbst bestimmen, wie kalt es in ihrem Kühlschrank ist und wann sie ihn tatsächlich mal ausschalten (Foto: DWN). 
Die EU-Kommission will Europa vor einem Blackout zu schützen. In Stromfresser wie Kühlschränke, Klimaanagen und Durchlauferhitzer sollen nun entsprechende Chips eingebaut werden, mit denen die Konzerne bei einer drohenden Überlastung des Stromnetzes in den Betrieb der privaten Haushaltsgeräte eingreifen können.  Die Konzerne stehen dem Vorhaben positiv gegenüber.

Der Plan stellt den Konzernen zufolge aber keinen wirklich Eingriff von außen da. Es ginge nur darum, Neugeräte mit einem Chip aufzurüsten, der ins Übertragungsnetz hineinhorche, so Gerald Kaender vom Verband europäischer Übertragungsnetzbetreiber Entso-e zur Neuen Westfälischen Zeitung. Es handele sich dabei nicht um ein „zentrales Eingreifen des Stromversorgers“ oder eine „Fernbedienung“, so Kander. Vielmehr ginge es hierbei um einen „signifikanten Beitrag zur Systemsicherheit“, von dem der Kunde nichts merke, ergänzte er. Sobald beispielsweise die Frequenz unter bzw. über eine festgelegte Schwelle der für eine sichere Stromversorgung nötigen 50 Hertz rutsche, würde der Kühlschrank von allein sein Kühlziel anheben, so Kaender.
Die Kosten für eine derartige Ausrüstung würden dem Verband zufolge im einstelligen Euro-Bereich liegen. Wie lang die Endgeräte letztlich im konkreten Fall fremdgeregelt bzw. ausgeschaltet würden, sei noch nicht klar. Die Rede ist derzeit von Sekunden und in Ausnahmefällen von Minuten oder bis zu einer halben Stunde. Das entsprechende ausgearbeitete Papier für diese Vorhaben hat der Verband im Auftrag der EU-Kommission bereits eingereicht. Wie die Neue Westfälische Zeitung berichtet, könnte der gesetzliche Rahmen, ginge es nach dem Verband, schon Ende des Jahres stehen.