Mittwoch, 24. August 2011

Greenspan: Euro ist am Ende

Alan Greenspan der Vater aller Blasen, hat sich nun zum Euro und dessen Zukunft geäußert. Von 1987 bis 2006 war Greenspan der Präsident der FED und er war es, der Maßgeblich für die Dotcom-Blase im Jahr 2000 verantwortlich war, durch seine extrem lockere Geldpolitik. Die Geldhähne der FED wurden aufgerissen und das Geld begann die Märkte zu fluten, ähnlich wie es sein Nachfolger Ben Bernanke auch macht. Nun sagt der Mann, dem es an Kontakten ganz sicher nicht mangelt den Untergang des Euros voraus, was ist davon zu halten?
Für diese Aussage braucht Herr Greenspan ganz sicher keine Glaskugel, wir haben eine Systemkrise und wer sich nur die Fundamentaldaten ansieht, wird sehr schnell feststellen, natürlich hat er recht. Geflissentlich übersah er dabei zu erwähnen, dass auch der Dollar vor dem Ende steht, aber das wollen wir Ihm als Amerikaner nachsehen.
Wenn Länder beginnen Schulden und deren Zinsen mit noch mehr Schulden zu bedienen, während die Produktivität und der Konsum sinken, ist relativ einfach nachvollziehbar, dass dieses nicht lange gut gehen kann. Betrachtet man die Entwicklung der Schulden fast aller Staaten, wird auch hier sehr schnell deutlich, dass es ein generelles Problem des Systems ist und nicht mehr als eine logische Konsequenz.
Sprechen Sie mit älteren Leuten, haben zumindest einige Davon wenigstens einmal einen guten Teil Ihres Vermögens verloren und die älteren Menschen spüren bereits wieder das Herannahen dieser Gefahr. Jüngere Menschen können sich weder vorstellen dass es zu einer Währungsreform kommt – welche eine logische Konsequenz ist -, noch dass Logistikketten brechen könnten. Heute ist ja schließlich alles “just in Time” verfügbar. Es wird für viele Menschen ein unschönes Erwachen geben, soviel ist sicher.
Würden Sie mich fragen, wäre meine Antwort wir befinden uns in der Mutter aller Blasen. Die Notenbanken rund um den Planeten haben das meiste vom Pulver verschossen und eine Verschuldung der Staaten ist das letzte Glied der Kette dieses Systems, bevor es an die Enteignung der Menschen geht. Diese kann nur plötzlich kommen, denn sonst hat es keinen Sinn. Nur wenn die maximale Menge an Vermögenswerten abgeschöpft werden kann, ist es auch eine Enteignung. Darum sollten Sie sich sehr schnell von dem Gedanken verabschieden, man würde Sie doch seitens der Politik warnen.
In Europa gibt es von Beginn an eigentlich nur eine Handvoll Nettozahler. Die Liste der Zahler schrumpft mit beängstigender Geschwindigkeit und die notwendigen Summen der Nettoempfänger steigen ins unermessliche. Griechenland mit seiner kleinen Volkswirtschaft sei hier nur exemplarisch genannt. Es ist ein Riesen Schuldenkarussell und jeder weiß es hört bald auf zu drehen. Noch schweigen sich alle aus, denn der Knall wird unglaublich werden. Rein aus logischen Gründen wird es ganz Europa in den Abgrund reißen, da niemand am Ende in der Lage sein wird das aufzuhalten.
Kurz noch einige Zeilen des Herrn Greenspan aus dem Handelsblatt:

Greenspan prophezeit Zusammenbruch des Euros

Dieser Mann liebt die Provokation: Alan Greenspan, ehemaliger Chef der US-Notenbank, meldet sich mit einer düsteren Prognose zu Wort. Er sieht den Euro vor dem Untergang.
[...]
„Der Euro bricht zusammen“, sagte Greenspan. In der Folge werde es sehr deutliche Probleme bei europäischen Banken geben. US-Unternehmen müssten sich auf Gewinneinbrüche und sinkende Aktienkurse einstellen, sollte es in Europa zu einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung kommen. [1]
Im selben Interview spricht Greenspan auch davon, dass Gold sich keinesfalls in einer Blase befindet, was abermals für erhebliches Misstrauen meinerseits sorgt. Hierzu habe ich ja bereits in anderen Artikeln meine Meinung kundgetan. Man wird nicht zulassen, dass die Masse ihr Vermögen rettet, da bin ich mir sicher. Wer in Gold angelegt hat um sich vor Verlusten zu schützen oder als Altersvorsorge, sollte deshalb durchaus über eine Absicherung nachdenken.


Quellen:
http://www.handelsblatt.com
http://www.infokriegernews.de

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