Montag, 21. April 2014

AUFRUF ZUM FRIEDLICHEN WIDERSTAND! Demonstration in Nürnberg am 21.& 22.4.2014

In vielen Städten finden zur Zeit Montagsdemos statt. Ebenso auch in Nürnberg (allerdings nicht Montags sondern am Dienstag) ab 18:30 Uhr vor der Lorenzkirche.  Alle die Frieden möchten haben die Möglichkeit entweder am Montag den 21.4. sich am Ostermarsch zu beteiligen oder bei der Demo vor der Lorenzkirche am 22.4. ab 18:30 Uhr.
Wir werden vermutlich auch vor Ort sein.


Jeder der für Frieden und gegen diese Kriegshetze ist die momentan im TV und sonstigen Medien abläuft sollte seinen Hintern hochbekommen und Präsenz zeigen.

Mittwoch, 2. April 2014

Stammtisch & Hartz 4 Vortrag reloaded in Schwabach

Am 4. April verlegen wir unseren Stammtisch wegen des Hartz 4 Vortrages nach Schwabach (Nürnberger Straße 19) in die Leitner Bräu Stuben.
Es "referiert" ein ehemaliger Abteilungsleiter, der hautnah die Einführung von Hartz 4 in einer Arge miterlebt und mit eingeführt hat. Danke schon mal für euer kommen.
Bis Freitag

Dienstag, 1. April 2014

Recentr TV (1.4.14) Vodka-Edition

ASR Nürnberg gibt auf !

Der Schall und Rauch Stammtisch Nürnberg hat heute einvernehmlich beschlossen seine Aktivitäten komplett einzustellen. Es werden keine Aktionen in der City von Nürnberg und auch keine (wie bis zuletzt)  erfolgreichen Vorträge zu verschiedenen Themen mehr von uns organisiert. Der Grund ist, daß im allgeimeinen zu wenig Resonanz und Feedback der Besucher bzw. der allgemeinen Bevölkerung bei uns ankam. Wir haben daher beschlossen unseren Aufklärungsdienst zu beenden und auch keine Zeit mehr für die ohnehin meist extrem Gehirngewaschene Bevölkerung zu investieren. Einige von unserem Stammtisch stehen nahezu täglich vor einem Kreislaufkollaps in Anbetracht des Prekariats mit dem sie sich täglich abgeben müssen. Andere zieht es aktuell sogar aufs Land in die tiefste Provinz um sich dem Großstadtmoloch zu entziehen.
Wiederum andere rennen nur noch von einem Metal Konzert zum anderen um sich abzulenken. Die Lage ist einfach beschissen. Unser Alltag dreht sich nur noch um Schießtraining, Waffen, Vorratshaltung , Überlebenstraining und dem lesen von krassen Büchern. Da ohnehin zu letzt nur Leute bei uns vorbeischauten die völlig durch den Wind waren haben wir nach 5 Jahren  ASR Nürnberg aufgegeben und sozusagen die Flinte ins Korn geworfen. Mit dem heutigen Post endet auch unsere Blog Aktivität. Wir wünschen allen unseren Lesern alles Gute und bedanken uns herzlich für ihre Zeit die sie auf unserem Blog verbracht haben der mitttlerweile die 300.000er Marke durchbrochen hat.

Ihr ASR Team Nürnberg

Weg mit der Sommerzeit!

Dieses Thema ist wieder aktuell. Ich habe letztes Jahr schon einen Artikel darüber geschrieben und nun möchte ich zwei Interviews und einen Artikel vom Neurobiologen Peter Spork hinzufügen.
(Zufälligerweise sind meine beiden Artikel, dieser und der gerade verlinkte vom letzten Jahr, jeweils am 1. April veröffentlicht worden und ich möchte betonen, dass dies keine Aprilscherze sind.)

bild der wissenschaft 4/2010, S. 32-34
Weg mit der Sommerzeit!
Für viele Menschen beginnt mit der Umstellung auf die Sommerzeit eine sieben Monate lange Phase chronischen Schlafentzugs. Wissenschaftler erklären, warum dagegen nur ein Mittel hilft: den Unfug endlich abzuschaffen.
Von Peter Spork
Vor acht Jahren klopften 48 unbefangene junge Leute bei Hans Van Dongen an. Menschen wie sie hatte der Chronobiologe von der University of Pennsylvania, USA, gesucht. Denn sie hatten ein durchschnittliches Schlafbedürfnis von siebeneinhalb Stunden, waren gesund – und bereit, sich zwei Wochen lang in sein Schlaflabor zu begeben. Ihr Beitrag zur Forschung räumt auf mit dem Mythos vom Schlaf als überflüssigem Zeiträuber und bestätigt, dass er ein Quell von Kreativität und Leistungsfähigkeit ist.
Im Labor durften die Probanden acht, sechs oder vier Stunden pro Nacht schlafen. Am Tage mussten sie Tests absolvieren. Nur bei den Ausgeschlafenen blieben die Ergebnisse im Laufe der zwei Wochen auf hohem Niveau. Bei den anderen ließen sie kontinuierlich nach – und zwar umso rascher, je weniger sie schliefen. Van Dongen diagnostizierte „fortschreitende neurokognitive Dysfunktion im Aufmerksamkeitssystem und Arbeitsgedächtnis“. Doch überraschenderweise wurden die Testpersonen mit zu wenig Schlaf nach etwa vier Tagen nicht mehr müder. Gegen Ende des Experiments klagten sie kaum noch über große Schläfrigkeit. Offenbar macht Schlafmangel dumm – und man merkt es nicht einmal.
Damit passen Van Dongens Resultate hervorragend ins Bild der modernen Schlafforschung. Neurobiologen sehen eine der wichtigsten Aufgaben des Schlafs nämlich darin, dem Nervensystem zu helfen, tags gewonnene Eindrücke zu verarbeiten. Kein Wunder, dass inzwischen selbst Manager Schlafseminare buchen und Politiker sich immer seltener damit brüsten, wie wenig Schlaf sie benötigen. Das hindert die Entscheidungsträger jedoch nicht daran, stur und trotz zunehmender Proteste an einem der größten Schlafräuber überhaupt festzuhalten: an der Sommerzeit. Sie wird immerhin einem Viertel der Weltbevölkerung mehr als die Hälfte des Jahres zugemutet. Dabei bringt sie die Menschen in eine Situation, die mit Hans Van Dongens Experiment vergleichbar ist: Ein Teil bekommt genug Schlaf. Die meisten schlafen jedoch allnächtlich ein bisschen zu kurz – und das nicht zwei Wochen, sondern sieben Monate lang. Jedes Jahr im Frühjahr stellen wir unsere Uhren um eine Stunde vor. Angeblich, um Energie zu sparen – das aber wurde längst widerlegt. Dafür wird unser Alltag in einen nach vorne verschobenen äußeren Rhythmus gezwängt. Und das hat ernste Folgen. Die Erforscher der biologischen Zeitmessung, die Chronobiologen, haben nämlich herausgefunden, dass bei erschreckend vielen Menschen der Gang der inneren Uhr nicht zur Sommerzeit passt. Bis diese Menschen die Uhren im Herbst endlich zurückstellen dürfen, werden sie allabendlich zu spät müde, weil es zuvor eine Stunde länger als gewöhnlich hell war. Der Wecker reißt sie dennoch gnadenlos frühmorgens aus den Federn. Auf der Strecke bleiben immer wieder einige Minuten Schlafenszeit.
Fast jedes Lebewesen hat eine biologische Zeitmessung. Die Evolution hat diese inneren Uhren äußerst flexibel gestaltet. Sie ticken von alleine vor sich hin, jedoch nur im ungefähren Tagesrhythmus. Beim Menschen ist der innere Tag im Durchschnitt 24 Stunden und 20 Minuten lang. Um sich auf den 24-Stunden-Tag einzustellen, sind die Bio-Uhren auf Signale von außen, sogenannte Zeitgeber, angewiesen. Die helfen ihnen, sich laufend neu zu justieren. Erst dieses perfekt abgestimmte System erlaubt es den Organismen, sich ohne dauerhaften „Jetlag“ an wechselnde Bedingungen anzupassen. Die flexible Uhr ermöglichte es den frühen Menschen zum Beispiel, über den Globus zu wandern und mit schwankenden Tageslängen zurechtzukommen.
Wegen ihrer Flexibilität haben die inneren Uhren auch keine Schwierigkeiten, sich unter normalen Bedingungen binnen ein oder zwei Tagen um ein bis vier Stunden zu verstellen. Anders als die meisten Menschen denken, liegt das wirkliche Problem der Sommerzeit nicht in der Zeitumstellung. Die eine Stunde Unterschied sorgt allenfalls für einen Mini-Jetlag. Der erklärt zwar, warum am Montag danach so viele Unfälle passieren oder mehr Menschen als sonst zum Arzt gehen. Er kann aber nicht verantwortlich dafür sein, dass sich viele den ganzen Sommer hindurch schlapp, unkonzentriert und müde fühlen. Tatsächlich ist eine andere Konsequenz der Zeitumstellung viel drastischer, weil sich unser Körper an sie nicht gewöhnen kann. Unsere inneren Uhren erhalten während der gesamten Sommerzeit – Tag für Tag und Nacht für Nacht – permanent verkehrte Signale zur Nachjustierung. Das unterscheidet die Situation grundsätzlich zum Beispiel von einer Reise nach Griechenland. Auch dabei müssen wir die Uhren zwar eine Stunde vorstellen, die Sonne geht dort aber auch ungefähr eine Stunde früher auf. Bei der Umstellung zur Sommerzeit wandert hingegen nur die äußere, die soziale Uhr, die Tageslichtsignale bleiben unverändert. Genau diese sind aber die wichtigsten Zeitgeber für die inneren, die biologischen Rhythmen. Helles Tageslicht erregt spezielle, erst vor wenigen Jahren entdeckte Sinneszellen in der Netzhaut, Melanopsin-Zellen genannt. Sie sind direkt verdrahtet mit den Dirigenten der inneren Uhren in den Organen und Geweben, den Suprachiasmatischen Nuclei (SCN) im Gehirn.
Das Grundprinzip ist denkbar einfach: Abendliches Licht verlangsamt das innere Tempo, es verhindert, dass wir früh müde werden. Morgendliches Licht beschleunigt die Bio-Uhren, es sorgt dafür, dass der innere Tag rascher zu Ende geht. Wird nun die Zeit eine Stunde vorgestellt, ohne dass die Sonne folgt, verschiebt sich die Balance zwischen innerer und äußerer Zeitmessung. Till Roenneberg, Chronobiologe an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, fand in einer Umfrage bei 55 000 Menschen heraus, dass die inneren Rhythmen auch nach der Umstellung auf die Sommerzeit vor allem den Sonnenuntergangszeiten folgen, die natürlich gleich geblieben sind. Wir werden in Bezug zur äußeren Zeit also eine Stunde später müde als sonst – und das nicht nur am Tag nach der Zeitumstellung, sondern sämtliche sieben Monate, bis die Uhren wieder zurückgestellt werden.
Für Menschen, die von ihren Vorfahren eher schnell gehende innere Uhren geerbt haben, ist das kein Problem. Sie werden ohnehin früh müde und sind morgens auch dann vor dem Weckerklingeln wach, wenn dieser im Bezug zum biologischen Tag eine Stunde früher dran ist. Doch diese sogenannten Lerchen sind mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 15 Prozent deutlich in der Minderheit. Selbst die normalen Chronotypen, die mit rund 65 Prozent die große Mehrheit der Bevölkerung ausmachen, kommen mit der Umstellung kaum zurecht. Ganz zu schweigen von den „Eulen“ (etwa 20 Prozent) mit tendenziell sehr langsam gehenden inneren Uhren. Sie alle leben im „sozialen Jetlag“ wie Roenneberg es formuliert. Während der Arbeitswoche werden sie abends nicht rechtzeitig müde und müssen morgens zu früh aufstehen. Am Wochenende versuchen sie dann, so gut es geht, den verloren gegangenen Schlaf aufzuholen. „Fast zwei Drittel der Menschen leiden unter der Arbeitswoche an Schlafentzug“, sagt Roenneberg. Bei einem Viertel betrage der allnächtliche Schlafmangel mehr als eine halbe Stunde.
Dieses Problem, das wegen der hierzulande üblichen frühen Schul- und Arbeitszeiten ohnehin besteht, verschärft die Sommerzeit drastisch. Besonders stark trifft das jüngere Menschen, die biologisch bedingt Morgenmuffel sind. Erst im Alter werden die meisten von uns zu „Lerchen“. Und wer meint, das Tageslicht könne man doch einfach austricksen und früher zu Bett gehen, sei auf eine weitere Auswertung der Münchner Datenbank hingewiesen: Wenn sie nicht arbeiten müssen, schlafen die Menschen im äußersten Osten Deutschlands im Durchschnitt 34 Minuten früher ein als im äußersten Westen, wo die Sonne 36 Minuten später untergeht.
Über die Vorschläge einiger Politiker, die Sommerzeit ganzjährig beizubehalten, braucht man angesichts dieser Resultate nicht zu diskutieren. Sie zeugen von erschreckender Naivität. Im Gegenteil: Die Sommerzeit muss endlich abgeschafft werden! Davon würde die große Mehrheit der Menschen mit normalem und eulenhaftem Chronotyp klar profitieren, ohne dass die Minderheit des frühen Chronotyps leiden müsste. Diese Lerchen werden durch eine Beibehaltung der Normalzeit allenfalls am Wochenende so früh müde, dass sie Abendveranstaltungen weniger genießen können – ein vergleichsweise nachrangiges Problem. Die Abschaffung der Sommerzeit würde die meisten Menschen gesünder, schlauer und fitter machen – und nebenbei Geld sparen, weil die aufwendige Umstellung öffentlicher Uhren, die Anpassung von Schicht-, Fahr- und Dienstplänen und vieles mehr wegfallen würde. Warum übernehmen deutsche Politiker also keine Vorreiterrolle? Sie sollten endlich die Argumente aus der Wissenschaft ernst nehmen und andere EU-Länder mitreißen. Sonst könnte ihnen jemand zuvorkommen: Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat im Herbst 2009 in einer Grundsatzrede angekündigt, sich mit der Abschaffung der Sommerzeit auseinanderzusetzen.
Wahrscheinlicher ist allerdings, dass mal wieder gar nichts passiert. Dann bleiben uns nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder wir passen unseren Lebensrhythmus an Länder an, die noch weiter westlich in der Zeitzone leben, zum Beispiel Spanien. Dort beginnen Schule und Arbeit später, es gibt eine Siesta, und das Abendessen beginnt frühestens um 21 Uhr. Oder wir simulieren uns passendere Sonnenauf- und -untergänge, setzen uns morgens im Büro vor eine Lichttherapie-Lampe und laufen abends mit Sonnenbrille herum.
© Peter Spork
Peter Spork leidet als durchschnittlicher Chronotyp selbst unter der Sommerzeit. Vor allem aber regt sich der promovierte Biologe und Wissenschaftsautor (Spezialgebiete: Schlaf- und Hirnforschung, Chrono- und Molekularbiologie) darüber auf, dass die Sommerzeit wider besseres Wissen – vermutlich nur aus Trägheit – beibehalten wird. Spork schreibt Sachbücher, die bisher in neun Sprachen übersetzt wurden, und hält Vorträge, auch an Schulen. Sein aktuelles Werk „Der zweite Code. Epigenetik – oder wie wir unser Erbgut steuern können“ hat bdw im März-Heft vorgestellt.

Quelle: http://www.peter-spork.de/82-0-Weg-mit-der-Sommerzeit.html


Sonntag, 30. März 2014

Pressekonferenz und Interviews mit Natalia Poklonskaya ( Ukraine / Krim )



Natalia Poklonskaya ist kurz nach den Unruhen auf dem Maidan aus Kiew geflüchtet und war vor gut zwei Wochen zur neuen Oberstaatsanwältin auf der Krim ernannt worden. Was die gut aussehende 34-Jährige nicht ahnte: Die Pressekonferenz, auf der sie vorgestellt wurde, machte sie ungewollt zum Sex-Symbol. Die Juristin, die mit  ihren großen Augen dem Schönheitsideal japanischer Manga-Figuren sehr nahekommt,
wurde plötzlich zum Star in den sozialen Netzwerken.
Internetnutzer klickten rund anderthalb Millionen mal bei Youtube den Mitschnitt der Pressekonferenz an. Es kursieren animierte Gifs, die nur den Augenaufschlag der 34-Jährigen zeigen, dazu Zeichnungen und Bildmontagen mit eindeutig zweideutigen Aussagen.

Dass auf diese Japanischen Manga Sex Phantasien unsere westlichen Propaganda Medien anspringen und es dabei schaffen Natalia´s Anliegen und inneren Beweggründe mit keiner Silbe zu erwähnen war nicht gerade überraschend.
Deshalb nachfolgend ein Interessantes Interview und die erwähnte Pressekonferenz als Transkript.

Hier die übersetzte Pressekonferenz vom 15.3.2014 :

Wie Sie alle wissen, hat ein verfassungswidriger Staatsstreich mit bewaffneter Machtergreifung in der Ukraine stattgefunden.
Bis zum heutigen Tag besagt das Gesetz der Staatsanwaltschaft nach Artikel 4, daß das Hauptziel der staatsanwaltschaftlichen Überwachung die Einhaltung der Gesetze, der Schutz vor unerlaubter Verletzung von sozioökonomischen politischen sowie persönlichen Rechten, die Freiheit der Bürger und die Grundlagen der demokratischen Struktur der Staatsmacht ist.
Artikel 5 der ukrainischen Verfassung legt fest, daß die Träger der Souveränität und die einzige Quelle der Macht in der Ukraine – ich wiederhole – die einzige Quelle der Macht in der Ukraine das Volk ist. Die Menschen üben diese Macht direkt und durch die staatlichen und kommunalen Behörden aus. Das Recht, die Verfassung der Ukraine zu definieren und zu verändern steht ausschließlich den Menschen zu, und weder der Staat, noch ein Regierungsvertreter kann sich dessen bemächtigen. Unabhängig von der Methode oder der Art und Weise wie Sie an die Macht kamen, auch nicht durch Blutvergießen !
Niemand kann die Staatsmacht an sich reißen. Heute haben wir nicht das moralische Recht, neben diesen Menschen zu stehen und diese Gesetzlosigkeit einfach zu akzeptieren und die radikalen Gruppen zu dulden, die den Menschen Ihre Bedingungen diktieren.
Daher wird die Staatsanwaltschaft der autonomen Republik Krim in vollem Umfang für die Interessen der Menschen in der Krim arbeiten um ihre legitimen Interessen und Rechte die von der Verfassung her vorgesehen sind, dem Grundgesetz des Staates nach zu schützen.  Zu diesem Zwecke wurde ich heute zur Staatsanwälting der Autonomen Republik Krim ernannt, wofür ich dem Ministerrat der Autonomen Republik Krim sehr dankbar bin.
Ich werde meine Amtspflicht in der Art und Weise wahrnehmen, die das ukrainische Gesetz vorsieht. Die Staatsanwaltschaft wird ausschließlich für die Rechte und Interessen der Menschen handeln.
Das ist alles.
Gibt es Fragen ?

Was sind die vorrangigen Ziele aktuell ?

Das vorrangige Ziel ist die Wiederaufnahme unserer Arbeit, die leider durch die Ereignisse in Kiew unterbrochen wurde. 

Frage zur Krim, welche als einziger Teil der Ukraine nicht der neuen ukrainischen Regierung gehorchen will, die durch den Putsch an die Macht kam. 

Nein, auf dem Territorium der Autonomen Republik Krim werden die Gesetze eingehalten und sind auch nicht in irgendeiner Weise durch Verstöße gebrochen worden. Derzeit gibt es keine Rechtsverletzungen auf dem Gebiet der Krim. Der restliche Teil der Ukraine ist das Gebiet, welches nicht zur Autonomen Republik Krim gehört oder unter deren Rechtssprechung steht. Und alles, was sie dort gesehen haben oder sehen werden und alles, was sie dort nicht gesehen haben, was zum Beispiel in Kiew und anderen Regionen passiert.... es ist Chaos !
Und welche rechtlichen Rahmenbedingungen regulieren das? Ich kenne solche rechtlichen Rahmenbedingungen nicht.

Haben Sie die Ereignisse in Kiew gesehen ?

Ich war seit dem ersten Tag dort und habe alles gesehen ! Es herrscht totale Gesetzlosigkeit. Totale Gesetzlosigkeit, die zum Blutvergießen geführt hat, massivem Blutvergießen. Und die aktuelle Führung der Ukraine scheint das zu akzeptieren.



(Nachfolgend Auszüge aus einem aktuellen Interview von letzter Woche)

Haben Sie noch Kontakt mit ihren Kollegen in Kiew?

Nun, natürlich, habe ich Kontakt mit meinen Freunden in Kiew und Kollegen, die entschieden
im neuen Amtssitz des ukrainischen Generalstaatsanwalts zu bleiben. Das sind würdige, ehrenwerte, weise Leute, doch aufgrund von verschiedenen Gründen beschlossen sie in Kiew zu bleiben, um in diesem Amt zu arbeiten.

Und die Sache mit Ihrer Rücktrittserklärung, ist das ein Einzelfall?

Nun, zunächst sind die Leiter des Generalstaatsanwaltsamtes zurückgetreten, deren Stellvertreter, die Assistenten des ehemaligen Generalstaatsanwalts Viktor Pshonka, soweit ich weiß sind sie zurückgetreten, zumindest einige von ihnen. Ich hab sie nie gesehen also werde ich das nicht kommentieren.
Niemand hat mir die Rücktrittserklärungen meiner Kollegen gezeigt, das einzige, was ich offiziell bestätigen kann, ist dass ich selbst eine Rücktrittserklärung geschrieben habe, als das alles [Euromaidan] passierte.

Als der amtierende ukrainische Präsident Turchinov bei unserem Amtssitz ankam und den amtierenden Generalstaatsanwalt Mahnytskiy einführte, danach schrieb ich die Rücktrittserklärung, die niemand unterschrieb, aufgrund von...weiß nicht, vielleicht aus verschiedenen Gründen. Nun, sie erklärten, dass ich müde war und ich eine Pause machen sollte und alles würde wieder gut werden.

Ich drückte meinen Standpunkt bezüglich alles, was in Kiew geschah, klar aus. Ich verstehe es nicht, das ist Nazismus. Ich sagte es direkt zu jedem, dass es der Aufstieg des Nazismus ist. Ich schäme mich für unsere Gesellschaft, ich schäme mich für unsere Generation, ich schäme mich für diese Anführer, die jetzt dort sitzen und "irgendwas" anführen. Wen führen die an? Nazis?
Leute, die uns töteten? Die unsere Großväter töteten? Verräter?

Ich sagte meine Meinung gerade heraus, packte meinen Koffer und ging obwohl sie mich nur zeitweise gehen ließen, zum Urlaub. Doch ich wusste bereits, dass ich nicht mehr zurückkommen würde.
Als ich hier bei meinen Eltern ankam, nahm ich Kontakt mit der Regierung der Krim auf, und bat darum, mich daran teilhaben zu lassen, bei irgendwas zu helfen, selbst wenn es nur das Drucken von Aushängen war, einfach um bei irgendwas zu helfen, soziale Aktivitäten, irgendwas.
Also..., zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass ich solch einen Posten annehmen würde, doch ich bin der Regierung dankbar, jedem, der an mich geglaubt hat.
Ich möchte sagen, dass ich unser Volk nicht enttäuschen werde. Ich werde alles mir mögliche tun, um unsere Krim aufblühen zu lassen, um so ein Chaos und Gesetzlosigkeit wie in Kiew zu verhindern.

Andere Frage: Was war der erschreckendste Abschnitt Ihrer Karriere, wenn ich das so sagen darf:

Als Sie Verurteilungen für die Mitglieder der "Bashmaki"- Bande anstrebten,
oder bei den Ereignissen in Kiew, oder vielleicht nun, wo Sie solch ein schwieriges Amt innehaben ? Vier männliche Staatsanwälte lehnten diesen Posten bereits ab.

Was die "Bashmaki"- Bande angeht, abgesehen von diesem Fall, hatte ich eine Menge anderer Fälle, die nicht weniger bedeutend oder schokierend waren, von daher..., klar machte ich mir Sorgen. Sorgen um meine Famile, doch das ist meine Arbeit. Ich handelte gemäß dem Gesetz, alle Urteile, die bei meiner Beteiligung gefällt wurden sind meine..., Arbeit, die ordentlich erledigt wird. Was die Ereignisse am Maidan angeht, ob furchterregend oder nicht..., ich war angewidert. Ich fühlte mich verletzt und angewidert.
Es tat mir weh, dass ich in solch einem Land lebte. Ich wollte irgendwohin wegrennen, wegfliegen, damit niemand wusste, dass ich ukrainische Staatsbürgerin bin. 

Wie ist es möglich?

Kein klar denkender Mensch kann das verstehen..., es darf nicht erlaubt sein, Nazismus zu rechtfertigen, das darf einfach nicht sein.

Einer meiner Bekannten, ein Moskauer Staatsanwalt, der seine Wochenenden ebenfalls die ganze Zeit in der Kanzlei verbrachte, sagte einst, dass ein guter Staatsanwalt "obdachlos und verwaist sein muss", stimmen Sie sowas zu?

Nein, ein guter Staatsanwalt muss das nicht zwangsläufig sein, weil er eine vielseitige Persönlichkeit und bei allem erfolgreich sein muss. Und ein guter Arbeiter und Staatsanwalt, und er außerdem ein Recht auf sein Privatleben hat, da ihm nichts vorenthalten werden kann. Das ist das Recht jedes Bürgers, auch Staatsanwälten.

Es gibt in russischen Zeitungen Infos darüber, dass Sie Orte von ernsthaften Vorfällen selbst aufsuchen, auch Mordschauplätze, stimmt das?

Ja, vor kurzen fuhr ich zum Ort des Geschehens am 18. März, es war mein Geburtstag, und außerdem wurde da dieses zwischenstaatliche Abkommen unterzeichnet [zwischen Russland, Krim, Sevastopol], das war das Beste.
Wichtiger Tag, für die Krim!

- Da war Ihr Geburtstag? - Ja, meiner. Ich arbeitete am Ort des Verbrechens
und ich denke, jetzt ist so eine schwierige Zeit, also müssen wir uns nun nicht um unsere Freizeit sorgen..., persönliche..., Ambitionen..., Wünsche, stattdessen müssen wir alles tun um uns anzupassen, ein friedliches Leben zu etablieren, und danach wird das Leben wieder normal sein, in allen Farben und Facetten.

Bestimmte Massenmedien behaupten, dass ein Mordanschlag auf Sie organisiert wurde, stimmt das, wurde der Attentäter gefunden? Fanden Sie heraus, wer hinter all dem steckte?

Das werde ich nicht kommentieren.
 
Ich würde Sie ja fragen, wie alt Sie sind, aber das wäre unhöflich...wobei man sehen kann, dass Sie viel Erfahrung hinter sich haben, 12 Jahre als Staatsanwältin?
Ja, ich bin am 18. März 34 geworden.

Und wissen Sie, wie Ihre Kollegen Sie jetzt intern nennen?

Nein..., das hat mir bisher niemand erzählt,
Dann entülle ich dieses Geheimnis für Sie--- Die nennen Sie "Furchtlose Jeanne d'Arc der Krim."
Ihre Tochter wäre wohl stolz das zu wissen

Danke schön.

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Quelle: Youtube

Donnerstag, 20. März 2014

EU-Abgeordneter: Westliche Medien zeigen uns pures Hollywood über die Krim, alles Lüge!

EU-Parlamentarier aus Österreich Ewald Stadler erzählt über seine Eindrücke als Wahlbeobachter beim Krim-Referendum in Jalta, wo er zusammen mit anderen internationalen Kollegen am 16 März 2014 die Situation am Ort auf der Krim und den Vorgang des Referendums selbst persönlich mitverfolgt hat. Ausschnitte. Video in voller Länge: https://www.youtube.com/watch?v=AoouM...