Montag, 17. März 2014

Kommunalwahl / Oberbürgermeister Wahl in Nürnberg

Während des Telefonates mit dem Wahlamt Nürnberg, wegen eventuellen Einsatz als Wahlhelfer für die kommende Kommunal- und Oberbürgermeisterwahl für Nürnberg, wurde mir freundlich mitgeteilt, daß die Wahlhelfer für diese Wahl und auch die Auszählung alleine der Mitarbeiter der Stadt Nürnberg unterliegt. „Wir brauchen keine externen Wahlhelfer, aber trotzdem vielen dank für ihre Nachfrage.“
So, was denkt man sich dabei? Am besten Wahltag bzw. den Wahlabend einmal abwarten.

Es war nun der Tag der Tage gekommen, der 16. März 2014. Kommunalwahlen und Oberbürgermeisterwahlen in Bayern und Referendum auf der Krim.
Am Ende des Tages, haben beide Wahlen eines gemeinsam: Beide sind irgendwie so ausgefallen, als hätte man es schon vorher so geahnt.
Naja, Kommunal gesehen ist Bayern ja nicht die Krim, oder??

Um 18.00 Uhr im Bayerischen Fernsehen waren für Nürnberg die erste Hochrechnungen bekannt gegeben worden, obwohl zu diesen Zeitpunkt die Auszählung in den Wahllokalen erst begonnen wird. In der ersten Hochrechnung für die Nürnberger Oberbürgermeisterwahl wurde Ulrich Maly mit sage und schreibe 68% wieder gewählt.
Um 18.45 Uhr, kurz vor der zweiten Hochrechnung hieß es im Bayerischen Fernsehen, daß ¾ der Stimmbezirke in Nürnberg ausgezählt sind. Hä, wie kann das sein?
Aus eigener Erfahrung sind Kommunalwahlen am kompliziertesten auszuzählen, selbst damals im Herbst 2013 haben wir in unseren Wahlbezirk für die Bundestagswahl und die Landtagswahl bis 22:00 Uhr ausgezählt. Um 22:30 Uhr war ich damals auf dem Wahlamt und habe dann erst die offizellen ausgezählten Zahlen abgegeben.
Jetzt Stand 22:45 Uhr sind es nur noch 67,1%, bei einer Wahlbeteiligung von nur 45% für Ulrich Maly.
Nur eine geringe Veränderung zur ersten Hochrechnung von 18:00 Uhr.
Ich kann da nur noch sagen: „Denkt einfach mal darüber nach!“

Ch. Mähler

Kommentare:

  1. Bei einer Wahlbeteiligung unter 45% ist die ganze Wahl sowieso als UNGÜLTIG anzusehen.
    Sie bedeutet nämlich, das sich die Mehrheit der Wähler im zur Verfügung stehenden Angebot aus Parteischranzen der Politdarstellern der verschiedenen Linksparteien nicht repräsentiert fühlt.
    Somit stellen die Nichtwähler mal wieder die größte Gruppe und es werden offenbar immer mehr, die sich weigern 'das kleinere Übel' zu wählen. Denn es ist alles ÜBEL!

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  2. Zudem ist die Wahl nicht einmal attraktiv für junge Leute. Schon um 18 Uhr machen die Lokale zu, warum kann es nicht von 0 bis 0 Uhr gehen? So wäre es korrekt. Ich bin um 16 Uhr aufgestanden, musste noch Zeug erledigen und hab es aus zeitlichen Gründen verpasst. Bestimmt bin ich nicht der Einzige. Der Effekt: So wählen hauptsächlich die Rentner, weil sie Frühaufsteher sind. Repräsentativität sieht anders aus.

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  3. Ich konnte diesesmal auch nicht... weil ich kurzfristig auf PDV Klausurtagung mußte und so der Termin für die Briefwahlunterlagen zu beantragen zu kurzfristig war. Ich mußte um 7:30 Los und bin um 19 Uhr zurückgekommen. Aber ich hätte eh vermutlich nix mit gutem Gewissen wählen können ;-)

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